Neue Gesichter bei der RLCR

Text und Fotos von Rebekka Miller

Am Donnerstag, den 12.05.2016 versammelten sich alte wie neue Gesichter der Refugee Law Clinic Regensburg zur Einführungsveranstaltung. Larissa Borkowski, Johann Fleischmann und Sophie Schmidt gaben einen Einblick in die Organisation und Arbeitsweise des Projekts.

Vorstandsmitglied Larissa Borkowski erklärt die Organisation der RLC Regensburg. (Foto: Rebekka Miller)

Vorstandsmitglied Larissa Borkowski erklärt die Organisation der RLC Regensburg. (Foto: Rebekka Miller)

Neues Semester – neue Ziele: Auch zum Sommersemester 2016 freut sich die Refugee Law Clinic Regensburg wieder über Zuwachs. Zur Einführungsveranstaltung, die sich vor allem an neue MitarbeiterInnen der RLC richtete, erschienen etwa 25 Leute. Ein Großteil davon ist noch ganz neu im Team. Vorstandsmitglied Larissa Borkowski stellte zu Beginn die einzelnen Projekte der Refugee Law Clinic vor, die außer der Bearbeitung von Fällen beispielsweise auch eine interessante Vortragsreihe zum Thema „Strategic Litigation“ (zu dt.: Strategische Prozessführung) beinhalten.

Sie betonte, dass es bei der Mitarbeit in der Refugee Law Clinic für die Studierenden vor allem darum gehe, sehr früh Praxiserfahrung zu sammeln und anhand der einzelnen Fälle Schritt für Schritt dazu zu lernen. Zudem würde man mit der Bearbeitung eines Falls nicht nur einer einzelnen Person helfen, sondern könne auch grundsätzliche Probleme in Bezug auf die Rechte von Flüchtlingen angehen. Natürlich bestehe jederzeit die Möglichkeit eigene Ideen einzubringen, was unter anderem bei der Themenfindung für die eigene Abschlussarbeit hilfreich sein kann. Die Mitarbeit bei der Refugee Law Clinic bringt also eine Menge Vorteile mit sich.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung informierte Johann Fleischmann vom Lehrstuhl-Team über das neue Tätigkeitsfeld der Anhörungsvorbereitung. Diese sei besonders entscheidend, um bei den Behörden bereits in früheren Verfahrensstadien noch mehr zu bewirken und um spätere Komplikationen durch eine fehlerhafte Anhörung zu vermeiden.

Alte und neue Gesichter fanden sich zur Einführungsveranstaltung zusammen. (Foto: Rebekka Miller)

Alte und neue Gesichter fanden sich zur Einführungsveranstaltung zusammen. (Foto: Rebekka Miller)

Durch die Funktion als BeraterIn bekommt man zudem die spannende Möglichkeit, den Flüchtling zu der Anhörung zu begleiten und einen solchen Prozess hautnah mitzuerleben. Hier hat man auch gleich die Möglichkeit Praxiserfahrung in der Vertretung von Mandanten zu sammeln, indem man zum Beispiel darauf achtet, dass alle wesentlichen Informationen ordentlich dokumentiert werden und der Flüchtling nicht von den Behörden „übervorteilt“ wird.

Am Schluss der Veranstaltung stellte Leitungsratsmitglied Sophie Schmidt noch weitere Bereiche der Refugee Law Clinic vor, in denen man sich engagieren kann: Das neu gegründete Fundraising-Team freut sich jederzeit über kreative Ideen, beispielsweise zum Thema Textgestaltung, aber auch Leute mit Interesse an einer Projektleitung können sich hier verwirklichen. Des weiteren besteht die Möglichkeit sich im PR-Team zu engagieren und Eindrücke für den Blog der Refugee Law Clinic zu sammeln.

InteressentInnen können sich auf dieser Seite über die Mitarbeit bei der RLCR informieren.